Gedichte | Raluca Petrulian

„Ein Gedicht, das sich zusammenfassen und nacherzählen lässt, ist Prosa. Lyrik setzt erst da an, wo die Sprache versagt“ – schreibt die Autorin im kurzen Nachwort dieses eigenständigen Lyrikbandes.

Raluca Petrulians Gedichte werden vom Rhythmus getragen, sind stark bildorientiert, beobachtend, horchend. Sie bewegen sich zwischen einer meditativ-minimalistischen Sprache, die oft am Rande des Verstummens verebbt und einer welterschaffenden Sprachgewalt voller Präzision und Schönheit. Jedes Gedicht erlaubt ein direktes Eintreten ins Bild, dessen Dramaturgie schon die Metapher ist.

Leben bedeutet hier Weitergehen ohne Rückkehr. Unbehaustheit, Versprengtes, Fremde, Exil, Einsamkeit – teils erlitten, teils gewollt – sind häufige Motive dieser Lyrik. Eine ortlose, randlose und dennoch in sich geschlossene Welt mit großen inneren Freiräumen. Eine Welt des Abstandes; Seitenblicke, Zuschauerblicke. Wer blickt? „Gedichte sind nicht elitär“, sagt die Autorin. „Sie lassen sich ohne Nachhilfe in Hermeneutik gut verstehen. Doch ohne ein erlebtes Vorverstehen, nicht. Ein Gedicht kann man als „seines“ wiedererkennen. Dann wird der Leser zum Autor, der eigenes inneres Sagen entdeckt und verteidigt.

Leseprobe:
Blieb das Salz


Gebunden, 125 Seiten, 23 x 15 cm,

mit 9 Grafiken der Autorin, farbig

BALAENA-Verlag Landsberg am Lech 2013
ISBN 978-3-9812661-4-6

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